Nikotin | Fakten, Sucht & die Effekte vom Nikotin im Körper

Nikotin und die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen bei der Verwendung von E-Zigaretten oder anderen Vaping-Produkten mit Nikotin sind noch nicht bekannt. Im September 2019 begannen die Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern mit der Untersuchung eines Ausbruchs einer schweren Lungenerkrankung, die mit E-Zigaretten und anderen Dampferzeugnissen verbunden ist. Wir beobachten die Situation genau und werden unsere Inhalte aktualisieren, sobald weitere Informationen zu diesem Thema verfügbar sind.

Als ein Fachgeschäft für Produkte mit Nikotin, fühlen wir uns verantwortlich einige Fakten, Effekte und Wissenswertes über Nikotin zu sagen.

Nikotin ist eine Chemikalie, die Stickstoff enthält, der von verschiedenen Pflanzenarten, unteranderem auch der Tabakpflanze, hergestellt wird. Nikotin kann auch Synthetisch hergestellt werden z.B. in Nikotindrops etc..

Nicotiana tabacum, die in Tabak vorkommende Pflanzenart, stammt aus der Familie der Nachtschattengewächse. Unteranderem stammen auch z.B. Rote Paprika, Auberginen, Tomaten und Kartoffeln aus der Familie der Nachtschattengewächse. Nikotin ist zwar nicht krebserregend oder für sich genommen übermäßig schädlich, macht jedoch abhängig und setzt Konsumenten der Tabakabhängigkeit aus.

Fakten über Nikotin

  • Das Kauen oder Schnupfen von Tabakerzeugnisse setzt im normalfall mehr Nikotin im Körper frei als das Rauchen.
  • Nikotin wird im Suchtpotentzial gleichgesetzt wie bei z.B. Heroin.
  • Die Nebenwirkungen von Nikotin können in hohem maße, die Hormone und den Magen-Darm-Trakt beeinflussen.
  • Einige Studien legen nahe, dass Nikotin das Gedächtnis und die Konzentration verbessern kann.
  • Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde Tabakraucher.

Geschichte

Nikotin blätter der Nachtschatten Gewächse
Nikotin blätter der Nachtschatten Gewächse

Die Tabakpflanze ist in Amerika beheimatet und wird seit mindestens 2.000 Jahren als Medizin und als Genuss mittel verwendet.

Es ist nicht bekannt, wie Tabak zum ersten Mal nach Europa gelangte. Es wird jedoch oft angenommen, dass Christoph Kolumbus Tabak entdeckt hat, als er zum ersten Mal Amerika erkundete.

Das Rauchen von Pfeifen und Zigarren verbreitete sich schnell im 17. Jahrhundert. Das Volke teilte die Meinung, als es in Europa eingeführt wurde. Einige sahen Tabak als medizinisch an, andere als giftig und gewohnheitsabbildend.

Die Tabakindustrie wuchs im 18. Jahrhundert und explodierte 1880, als eine Maschine zum ersten Mal für die Massenproduktion von Filterzigaretten patentiert wurde. Von da an war die Herstellung von Zigaretten viel einfacher, dies war auch der beginn einiger großen Tabakkonzerne.

Tabak wurde erstmals 1763 als Insektizid eingesetzt.

1828 isolierten der Arzt Wilhelm Heinrich Posselt und der Chemiker Karl Ludwig Reinmann aus Deutschland zunächst Nikotin aus der Tabakpflanze und identifizierten es als Gift.

Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Gesetzgeber begonnen, die schädlichen Auswirkungen von Nikotin zu erkennen. Bis zum Jahr 1890 wurde ein Gesetz verabschiedet, dass der Verkauf an Tabak in 26 US-Bundestaaten an Minderjährige untersagt wurde.

Erst 1964 veröffentlichte der Generalchirurg der USA eine Studie, die das Rauchen mit Herzerkrankungen und Lungenkrebs in Verbindung bringt. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat bis 1994 gebraucht, um Nikotin offiziell als ein Medikament anzuerkennen, das Abhängigkeit erzeugt.

Selbst nach dieser wegweisenden Anerkennung wurde der FDA vom Obersten Gerichtshof erst am 22. Juni 2009 die Kontrolle über die Nikotinvorschriften gewährt. An diesem Tag gab das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung des Rauchens in der Familie der FDA die Befugnis, die Produktion und Werbung von Tabakerzeugnisse zu regeln.

Effekte vom Nikotin

Effekte

Nikotin hat mehrere Auswirkungen auf den Körper.

Der Nikotin Effekt

Nikotin ist sowohl ein Beruhigungsmittel als auch ein Stimulans (Kreislauf und Stoffwechsel anregendes Mittel).

Wenn ein Körper mit Nikotin ausgesetzt wird, fühlt sich das für unerfahrene wie eine Art „Kick“ an. Dies wird teilweise durch Nikotin verursacht, welche die Nebennieren Stimulieren, was dann zur Freisetzung von Adrenalin führt.

Dieser Adrenalinschub stimuliert den Körper. Es kommt zu einer sofortigen Freisetzung von Glukose sowie zu einem Anstieg der Herzfrequenz, der Atemaktivität und des Blutdrucks.

Nikotin bewirkt auch, dass die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin produziert, was zu einem leichten Anstieg des Blutzuckers oder der Glukose führt.

Indirekt bewirkt Nikotin die Freisetzung von Dopamin in den Bereichen Vergnügen und Motivation des Gehirns. Ein ähnlicher Effekt tritt auf, wenn Menschen Heroin oder Kokain einnehmen auch beim Sport gibt es eine ähnliche Wirkung. Der Konsument fühlt ein angenehmes Gefühl beim rauchen/dampfen/konsumieren.

Chemischer-Aufbau-von-Nikotin
Chemischer-Aufbau-von-Nikotin

Dopamin ist eine Gehirnchemikalie, die Emotionen, Bewegungen und Empfindungen beeinflussen. Wenn der Dopamin Spiegel im Gehirn steigt, ist das Gefühl der Zufriedenheit höher.

Abhängig von der eingenommenen Nikotindosis und der Erregung des Nervensystems kann Nikotin auch als Beruhigungsmittel wirken oder eingesetzt werden.

Pharmakologische Effekte

Wenn Menschen, Säugetiere und die meisten anderen Tierarten Nikotin ausgesetzt sind, erhöht dies ihre Herzfrequenz, den Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels und das Herzschlagvolumen. Diese sind als pharmakologische Wirkungen bekannt.

Psychodynamische Effekte

Der Konsum von Nikotin ist auch mit erhöhter Wachsamkeit, Euphorie und dem Gefühl der Entspannung verbunden. Im vergleich gab es auch das HB Männchen als Werbe Slogan.

Konzentration und Erinnerung

Studien haben gezeigt, dass Nikotin das Gedächtnis und die Konzentration zu verbessern scheint. Es wird angenommen, dass dies auf einen Anstieg von Acetylcholin und Noradrenalin zurückzuführen ist. Noradrenalin erhöht auch das Gefühl von Wachheit oder Erregung.

Reduzierte Angst

Nikotin führt zu einem erhöhten Beta-Endorphinspiegel, welches die Angst verringert.

Nikotin macht abhängig

Bei Menschen, die regelmäßig Nikotin konsumieren und dann plötzlich aufhören, treten Entzugssymptome auf, darunter:

  • Heißhunger
  • ein Gefühl der Leere
  • Depressionen
  • Launenhaftigkeit
  • Reizbarkeit
  • Schwierigkeiten beim Fokussieren oder Aufpassen

Bei hohen Dosierungen kann auch der so genannte Nikotinflash/Nikotinschock eintreten.

Die American Heart Association sagt, dass Nikotin, das beim Rauchen von Tabak konsumiert wird, eine der am schwersten aufzuhörenden Substanzen ist. Es wird als mindestens so schwer angesehen, wie Heroin abzusetzen.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 hat gezeigt, dass die Reduzierung der Nikotinmenge in Zigaretten auch deren Suchtgefahr senkt. Wir haben hier auch einen Beitrag über Leichte Zigaretten geschrieben.

Nebenwirkungen von Nikotin

Nikotin verursacht in den meisten Organen und Systemen eine Vielzahl von Nebenwirkungen.

Die Durchblutung kann auf folgende Weise beeinflusst werden:

  • eine erhöhte Gerinnungsneigung, die zu einem Risiko schädlicher Blutgerinnsel führen kann
  • Atherosklerose, bei der sich Plaque an der Arterienwand bildet
  • Vergrößerung der Aorta

Nebenwirkungen im Gehirn sind:

  • Schwindel und Benommenheit
  • Unregelmäßiger und gestörter Schlaf
  • Schlechte Einschlafmöglichkeit und Albträume
  • Mögliche Blutrestriktion

Im Magendarm System kann Nikotin folgende Wirkungen haben:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Trockener Mund oder Xerostomie
  • Verdauungsstörungen
  • Durchfall
  • Sodbrennen

Das Herz kann nach der Einnahme Folgendes durch durchleben:

  • Veränderungen in Herzfrequenz und Rhythmus
  • Blutdruck Anstieg
  • Verengungen und Erkrankungen der Koronaarterie
  • Ein erhöhtes Schlaganfallrisiko

Wenn eine Frau während der Schwangerschaft raucht, können folgende Risiken für das Kind entstehen:

  • Fettleibigkeit
  • Hoher Blutdruck
  • Typ 2 Diabetes
  • Atembeschwerden
  • Unfruchtbarkeit
  • Probleme mit der Gehirnentwicklung
  • Verhaltensprobleme

Es könnten auch folgende Effekte entstehen:

  • Krämpfe in der Lunge
  • Lungenentzündungen
  • Zittern und Schmerzen in den Muskeln
  • Erhöhung des Insulinspiegels und der Insulinresistenz, was auch zum Diabetesrisiko beiträgt.
  • Gelenkschmerzen