Burley-Tabak

Als eine der wichtigsten Tabak-Sorten überhaupt wird der Burley-Tabak in allen gängigen American Blend-Mischungen verwendet. Obwohl unklar ist, woher genau die Bezeichnung für diesen Tabak stammt; genießt er seit dem Beginn des 19.ten Jahrhunderts ein enormes Ansehen. Tatsächlich weist er einige Ähnlichkeiten zum ebenfalls bekannten Virginia-Tabak auf. Wohl auch, da es sich um eine von den Farmern George Webb und Joseph Fore entdeckte Mutation eben dieser Tabak-Pflanze handelt.

Das Aroma des Burley-Tabaks kann als würzig und leicht bitter beschrieben werden, wobei sich auch eher erdige und holzige Nuancen in ihm wiederfinden. Da man auch Kakao-artige Noten in ihm feststellen kann, wird der Geschmack eines reinen Burley-Tabaks oft mit dem robusten Aroma einer Cigarre verglichen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Sorten des Burley-Tabaks:

 1. White Burley Tabak: ein eher leichter, süßlicher Tabak

 2. Kentucky Burley Tabak: ein eher schwerer und aromatisch-kräftiger Tabak

Burley-Tabak
Getrocknete Burley-Tabakblätter in der Nahaufnahme

Beiden Varianten gemein ist, dass sie eine dunkelbraune Farbe aufweisen. Dies kommt daher, da dem Tabak während der Lufttrocknung die meisten Zuckerstoffe entzogen werden. Und auch die Anbaugebiete sowie die Voraussetzungen für einen guten Burley-Tabak sind seit jeher gleich. So gilt beispielsweise, dass die besten Burley-Tabake aus Kentucky und Tennessee (beide in den USA) sowie aus der Nähe des Lake Ontario (in Kanada) stammen.

Mittlerweile wird der Burley-Tabak aber noch an vielen weiteren Standorten rund um den Globus verteilt angebaut. Als gängige Trocknungs-Methode hat sich das sogenannte Air-Cured-Verfahren erwiesen, welches bis zu 8 Wochen andauert.

In welchen Produkten finde ich den Burley-Tabak ?

Der Burley-Tabak wird in allen gängigen American Blend-Tabakmischungen eingesetzt, da er generell sehr gute Eigenschaften aufweist. Zu diesen gehören etwa eine vergrößere Zellstruktur – was den Tabak besonders gut etwaige Zusatzstoffe (wie Zucker, Feuchthaltemittel oder Aromen) aufnehmen lässt. Produkte aus reinem Burley-Tabak gibt es dagegen kaum – lediglich einige ausgewählte Pfeifentabake verwenden ihn pur.

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